Die Arbeit mit Widersprüchen

Arbeit mit inneren/verschiedenen Seiten

Gesetzt der Fall, es stellt sich heraus, dass ein Ziel-Fokus nicht leicht erreichbar ist, oder dass ein Wunsch-Ziel zwar klar ist, aber Einiges noch die Erreichung behindert, ist eine bewährte Form mit verschiedenen inneren oder symbolisierten Seiten zu arbeiten. Dazu stellt man sich eine Art Teamgespräch vor und identifiziert im ersten Schritt die inneren Teammitspieler. Der innere Moderator/Moderatorin/Chairperson / Vorsitzende „verhandelt“ mit den verschiedenen Seiten, was wer zur Erreichung des Ziels benötigt und beitragen kann.

Für Teamcoachings kann man auch sehr gut mit dem Modell der sieben Hüte von Belbin und deBono arbeiten. Für Einzelne gibt es verschiedene Modelle, die aus unterschiedlichen psychologischen Schulen kommen. Das was hier wirkt, ist, dass vermeintlich „negative“ Seiten, anders wahrgenommen werden. Sie werden wertgeschätzt und eingebunden. Und das ist je nach Thema heilsam, effizient und vor Allem mit so unterschiedlichen Aspekten wie Selbstakzeptanz, Realisierbarkeit, Vorsicht, Risikoabwägung usw. verbunden.

Was sich hier so leicht lesen lässt und so plausibel wirkt, ist je nachdem zeitaufwändig. Je nach individuellem Anliegen, macht es Sinn, den Teamplayern keine standardisierten Rollen zuzuschreiben, sondern diese zunächst zu benennen und auszugestalten. Je intensiver Emotionen bei der Klärung der Anliegen involviert sind, desto achtsamer und kleinschrittiger sollte dieser Prozess gestaltet werden. Am Ende ist alle dem aber gemeinsam, dass alle inneren oder symbolischen Seiten gehört und verstanden werden.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen