Fokus, warum er so wichtig ist

Fokus: Der Nutzen von Fokussieren in Coaching und Beratung

Um den Nutzen von Fokus und „fokussieren können“ in Coaching und Beratung zu erläutern, muss ich ein wenig ausholen. Wenn wir im Alltag so vor uns hin leben, dann konzentrieren wir uns auf unserer Aufgaben oder unsere Pläne mehr oder weniger bewusst. Dabei kann es sein, dass wir sehr häufig Routinen, Mustern und Verhaltensweisen folgen, die wir erlernt haben und die sich bewährt haben. Meist sind diese Verhaltensweisen unterlegt mit Entscheidungen, die auf Beurteilungen und Vorurteilen im positiven Sinn beruhen und uns „effizient“ funktionieren lassen. Und wie gesagt, das meiste läuft unbewusst ab.

Wenn Klienten und Klientinnen mich ansprechen, dann tun sie das, weil sie sie irgendetwas ändern möchten – also ihre Routinen und Muster nicht mehr zu den Anforderungen oder Wünschen passen.

Entweder möchten Sie Ihren Arbeitsalltag oder auch privaten Alltag zufriedener erleben, oder aber sie möchten etwas Neues erlernen, eine Herausforderung meistern, schädliche Verhaltensweisen ändern und vieles mehr. Allen gemeinsam ist, dass sie zunächst mit einem Problem-Fokus auf mich zukommen. Im Coaching und auch in der Beratung ist es wichtig, diesen Problem-Fokus ernst zu nehmen und in einen Lösungsfokus zu verwandeln.

Als Vorgehensweise hat sich dabei bewährt: ich beginne mit ihnen zusammen, den Fokus von Problemen auf aktuell nicht wahrgenommene Stärken, die sie mitbringen, oder auch mögliche neue Lösungen auszurichten. Das geschieht dadurch, dass ich Fragen stelle: Wie Sie beispielsweise schon früher mal ähnliche Situation bewältigt haben. Es kann auch sein, dass ich mit Ihnen nach vorne schaue, und mit ihnen eine zukünftige Lösung erarbeite. Ganz häufig ist es so, dass alleine das Fokussieren, auf Stärken schon eine große Erleichterung bringt und man dadurch auch das eigene Verhalten nachhaltig verändert.

Manchmal kann es aber auch sein, dass Sie hier und da mehrere Seiten in sich haben, die nicht mit dem ersten Entwurf an neuem Verhalten oder mit Ihren „vernünftigen“ Zielen einverstanden sind. Mein Lieblingsbeispiel ist das Rauchen-Aufhören, oder eine gute Work-Life-Balance. Da haben viele ganz schnell tolle Ideen, was sie denn ändern sollten – aber tun es dann doch nicht, weil es manchmal halt doch nicht ganz so einfach ist.

Was dahinter stehen kann, ist individuell sehr unterschiedlich. Es kann sein, dass alte Verhaltensweisen, noch nicht ausreichend gewürdigt worden sind. Es kann aber auch sein, dass das Umfeld oder der Kontext es tatsächlich nicht hergeben. Was auch immer die Gründe sein mögen, wichtig ist, dass auch das Nicht-Schnell-Schaffen- und Umsetzen wichtige und wertvolle Informationen für eine bessere Lösung bereithalten, mit denen man dann weiterarbeiten kann.

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