So klappt Mediation!

Was ist Mediation eigentlich?

Ich habe Mediation 2001 nach dem Modell von Christoph Besemer gelernt. Mediation ist ein Weg, Konflikte mit der Unterstützung einer allparteilichen dritten Partei beizulegen. Es ist keine Rechtsberatung, und es ist keine Therapie. Mediation ist eine konstruktive Methode Streitigkeiten im Rahmen der Gesetze zu klären. Der Vorteil der Mediation ist, dass die Konfliktparteien stärker ihre persönlichen Ziele und Wünsche bei der Entwicklung einer Lösung einbringen können. Im Gegensatz zu einer therapeutischen Vorgehensweise z.B. bei Ehekrisen steht vor allem die Bedeutung der aktuellen Situation mit Konfliktbearbeitungen und Lösungen im Vordergrund.

Welche Vorraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Mediation erfüllt sein?

Mediation ist immer dann hilfreich, wenn die Medianten motiviert sind und Klarheit über meine Rolle herrscht. Ich unterstütze den Prozess, die Inhalte liegen bei den Konfliktparteien. Meine Aufgabe ist es, gemeinsame Interessen und Ziele, also den „positiven Kern“ eines Konfliktes herauszuschälen. Das gelingt immer dann am zügigsten, wenn Ihnen deutlich ist, dass Sie durch eine einvernehmliche Lösung zwar nicht alle Ihre Wünsche zu 100 Prozent befriedigen (können/werden), aber Ihre relevanten Interessen viel stärker Berücksichtigung finden. Darauf aufbauend entwickeln Sie die Lösungen, die alle Seiten inhaltlich zufriedenstellen.

Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, sich zu überlegen, was Sie durch eine einvernehmliche Lösung gewinnen. Und die Erfahrung zeigt, dass es dabei oft um mehr geht, als „nur“ um Geld, Zeitgewinn oder Recht: nämlich etwas mehr Seelenfrieden und dadurch viel mehr Energie für das Wesentliche im Leben: ….. Was genau das ist, wissen Sie selbst am besten.

Grundsätzliche Spielregeln:

  1. Alle Parteien nehmen freiwillig an der Mediation teil.
  2. Ich werde als neutrale dritte Partei akzeptiert.
  3. Sie wollen die Lösung ihres Konfliktes selber gestalten, statt unter allen Umständen auf Ihrem Recht zu bestehen.
  4. Die Kommunikation beruht auf:
  • Vertraulichkeit
  • Offenheit
  • Gewaltfreiheit in Wort und Tat
  • Ausreden lassen

Die Phasen der Mediation:

Vorphase

In der Vorphase stelle ich mich vor und erörtere mit Ihnen, ob sich Mediation als Methode in Ihrem spezifischen Fall eignet. In einem Beratungsgespräch werden die zentralen Themen der Mediation festgelegt und der Mediationsvertrag wird geschlossen.

Konfliktbeschreibung

Alle Seiten stellen mir die Situation jeweils aus ihrer Sicht dar. Aus den zentralen Themen ergibt sich jetzt eine Liste von den wichtigen Unterthemen, die geordnet nacheinander „erhellt“ werden.

Erhellungsphase oder Konfliktbearbeitung

In dieser Phase wird gleichtzeitig gezielt nach den Hintergründen für die vorher ermittelten Themen und Zielen für die Zukunft gefragt. Ich versuche dabei die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche differenziert herauszufiltern. Die Vielschichtigkeit des Konfliktes wird in dieser Phase deutlich, und die ersten Ideen zu einer Lösung entstehen.

Lösungsfindung

Dadurch, dass alle Parteien nun die Interessen auf neuer Grundlage kennengelernt und bewertet haben, werden jetzt Lösungsvorschläge gesammelt. In dieser Phase bin ich wie ein Advocatus Diaboli und überprüfe immer wieder mit Ihnen die Realisierbarkeit der einzelnen Teillösungen. Die Vereinbarungen werden auch schriftlich festgehalten und zu einem späteren Zeitpunkt nochmals mit mir gemeinsam überprüft.

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