Welche Auswirkungen hat der dynamische Kulturbegriff auf Training und Coaching?

Kurz bedeutet das vor Allem, dass alle Informationen aus verschiedenen Disziplinen so ausgewählt und präsentiert werden, dass sie die Fähigkeit erhöhen, mit dem Gegenüber eine „gemeinsame Kultur“ zu erschaffen.

D.h. vor allen Dingen, dass Business Etikette, eine Liste von do´s and don´ts, landeskundliche Informationen Eher einen geringen Anteil in meinen Angeboten einnehmen. Das hat folgende Gründe:Die Liste kann gar nicht lang genug sein und man kann sie eh nicht Auswendiglernen. Es ist leider auch so, dass „Wissen“ nicht unbedingt gleich „Tun“ bedeutet.

Außerdem gibt es keine Rezepte im Umgang mit anderen Menschen, die in aus einem anderen Kulturraum kommen. Das Einzige, was auch hier gilt, gilt für Kommunikation ganz allgemeine. Kommunikation ist immer dann fruchtbar, wenn zwei Menschen passend zum Kontext, zur Persönlichkeit und Situation miteinander konstruktiv agieren können.

Wozu sich dann überhaupt mit interkultureller Kommunikation beschäftigen?

Ich biete Ihnen statt einer Liste von Do´s and Dont´s an, die Grundprinzipien der interkulturellen Kommunikation, ausgehend von einem dynamischen Kulturbegriff, zu verstehen. So können Sie sie flexibel auf Sie persönlich und ihren Kontext anpassen und zielführend mit ihren Kolleg_ innen und auch im privaten Umfeld zu kommunizieren.

Vielleicht ein kurzes Beispiel: Bei vielen der Anfragen von deutscher Seite geht es häufig darum, das Kastenwesen zu verstehen, um irritierendes Verhalten von indischen Kolleg_innen besser nachzuvollziehen. So löblich die Tatsache ist, dass hinter der Anfrage schon ein kleines bisschen die Auseinandersetzung mit indischer Geschichte und Soziologie stehen kann, ist dieses Wissen eben nicht hilfreich. Eher im Gegenteil.

Wie das aufgelöst werden kann, dieses Wissen differenziert werden kann und dann aber auch das irritierende Verhalten anders verstanden werden kann, ist der Inhalt von unterkulturellen Trainings.

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